Die Viren-Charts

Viren

Die Zahl der neu geschriebenen Viren ist im ersten Halbjahr 2003 im Vergleich
zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 17,5 Prozent gestiegen. Das geht aus
einem Report des Antiviren-Software-Entwicklers Sophos http://www.sophos.de
hervor.
Demnach hat Sophos in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 3.855 neue Viren
aufgespürt und gegen diese Schutzmechanismen entwickelt.

Die Rangliste der Viren führt Bugbear-B an, der 11,6 Prozent der Meldungen
an Sophos ausmachte, obwohl er erst seit wenigen Wochen im Umlauf ist. Sein
„älterer Bruder“ Bugbear-A verursachte weitere 2,5 Prozent der
Anfragen. „Bugbear-B ist erst kürzlich auf der Bildfläche erschienen,
aber trotzdem hat er mehr Anfragen verursacht, als alle anderen Viren der letzten
sechs Monate“, erklärt Gernot Hacker, Senior Technical Consultant
bei Sophos. „Indem er seinen Inhalt bei jedem automatischen Weiterversand
verändert und sogar die E-Mail-Adresse des jeweiligen Absenders ausgetauscht
hat, ist Bugbear-B zum häufigsten und irritierendsten Virus dieses Jahres
avanciert“, so Hacker weiter.

Platz zwei der Charts hat der Wurm Sobig-C erreicht, der 9,7 Prozent der Kundenanfragen
ausgemacht hat. Der Wurm, der sich als Support-E-Mail von Bill Gates ausgab,
war so programmiert, dass er bereits nach einer Woche nicht mehr funktionstüchtig
war. Von den insgesamt fünf Sobig-Würmern in diesem Jahr tauchen zwar
lediglich die Varianten A und B in der Rangliste auf, alle Sobig-Würmer
zusammen hatten jedoch die größte Auswirkung auf Unternehmensnetze
gezeigt.

Der Wurm Klez-H, der bereits im März 2002 das erste Mal registriert war,
ist noch immer der am dritthäufigsten gemeldete Wurm in diesem Jahr. Acht
der Top-Ten-Viren können sich über mehr als eine Art verbreiten, indem
sie eine Kombination aus E-Mail, Internet Relay Chat (IRC), Network-Shares und/oder
Peer-to-Peer-File-Sharing-Plattformen ausnutzen.
Als Viren-Star des Jahres gilt bis jetzt Avril Lavigne, so die Studie. Die zwei
Avril-Würmer machen 5,5 Prozent der Gesamtwertung des Virenreports aus.
Nicht in die Charts geschafft hat es der Igloo-Wurm, der behauptete, unauthorisierte
Fotos von Catherine Zeta-Jones, Shakira, Sarah Michelle Gellar und Sandra Bullock
zu enthalten.

Andere Viren bedienten sich bestimmter Nachrichten und aktuellem Tagesgeschehen,
um stärker verbreitet zu werden. Der Coronex-Wurm tarnte sich zum Beispiel
als Information über den SARS-Virus und der Ganda-Wurm gab vor, geheime
Spionage-Fotos aus dem Irak-Krieg zu enthalten. Eine weitere Gefahr sind Hoaxes,
falsche Meldungen über nicht existente Viren. Die Charts der Virenhoaxes
führt JDBGMGR an (16,7 Prozent), an zweiter Stelle liegt WTC Survivor (14,0
Prozent), Rang drei belegt Meninas da Playboy (8,2 Prozent). „Hoaxes sind
eine echte Plage, denn sie verschwenden Zeit, Geld und Bandbreite und lassen
so manchen Mitarbeiter das Gesicht vor den Kollegen verlieren“, erklärt
Hacker.

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