E-Mail-Anbieter stellt nach Nutzung von Edward Snowden den Dienst ein

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Der US-amerikanische E-Mail-Anbieter Lavabit hat mit einer offiziellen Stellungnahme auf der Website seine Dienste eingestellt. Als Begründung nannte der hauptverantwortliche Ladar Levison, dass er sich nicht strafbar machen möchte. Hintergrund der Schließung ist die Nutzung des Dienstes durch den Whistleblower Edward Snowden.Ob nicht vielleicht auch andere Gründe, wie beispielsweise Druck durch die Behörden, eine Ursache für die vorübergehende Schließung des Dienstes ist, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch unklar.

Was genau die Beweggründe und inwiefern eine Strafbarkeit vorliegt, ist nicht bekannt. Es wird aber sehr deutlich, dass die Erfahrungen der letzten Wochen ihn zu erhöhter Vorsicht geführt haben. Vermutlich sind die US-Ermittlungsbehörden mit allen Rechtsmitteln aktiv geworden, um an die Nutzerdaten zu kommen. Etwa 350.000 Benutzer kostenloser und kostenpflichtiger Accounts sind betroffen. Die betroffenen Nutzer müssen vorläufig auf einen Zugang zu den E-Mail-Dienst verzichten und es ist außerdem auch noch nicht abzusehen, wann und ob Lavabit in Zukunft wieder verfügbar sein wird.

Lavabit soll schnellstmöglich wieder online erreichbar sein und dazu wird finanzielle Hilfe im Rechtsstreit benötigt. Levison ruft um Mithilfe unter dem Motto "Verteidigung der US-Verfassung" auf und rät davon ab, Dienste die ihre Daten in den USA speichern zu nutzen. Ob die Daten jedoch bei Anbietern die ihre Daten nicht in den USA speichern wirklich sicher sind, kann nicht mit Gewissheit gesagt werden, da die Daten umfangreich abgefangen und ausgewertet werden.

Neben Lavabit reagierte Silent Circle auch mit der Schließung seines Dienstes. Dabei beziehen sich die Anbieter direkt auf die Ankündigung von Lavabit.

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