Opera veröffentlicht eigenen E-Mail-Client als eigenständiges Programm

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Dass man mit Opera auch E-Mails verwalten kann, ist schon länger der Fall. Bisher war es jedoch so, dass der E-Mail-Client in den Browser integriert war. So hat man seine E-Mails zusammen mit den Browserfenstern auf einem Blick gehabt. Nun soll der E-Mail-Client von Opera aus dem Browser ausgegliedert werden und steht nun als eigenständige Version für Windows und Mac zur Verfügung.

Der Browserhersteller Opera bringt nun ein eigenständiges Mailprogramm auf den Markt. Operamail, das bisher noch in den Opera-Browser integriert worden war, kann nun also auch verwendet werden, wenn man eigentlich mit einem anderen Browser im Internet unterwegs ist. Dabei gleicht es dem Programm, das in die Oper 12er-Versionen integriert ist. Es können weiterhin wie bisher, neben den E-Mail-Konten auch RSS-Feeds mit Opera Mail gelesen werden. Leider ist allerdings die Synchronisation mit dem Google Reader oder anderen Alternativen noch nicht möglich.

Der E-Mail-Client von Opera überzeugt auch weiterhin mit seinen Organisationsfunktionen. Über ein übersichtliches Labelsystem kann man seine Mails praktisch sortieren und hat so für seinen eigenen Workflow alles gut im Blick. Selbstverständlich können die vorhandenen Labels wie: "Termin", "Beantworten" oder "Wichtig", auch nach eigenen Vorstellungen ergänzt werden. Auch für die Dateianhänge gibt es ein praktisches System. Diese können nach Dateitypen in verschiedene Ordner sortiert werden, wodurch sich die Suche nach der entsprechenden E-Mail in einem vollen Postfach ganz einfach erübrigt. Die Korrespondenz, die schon mehrere Antworten enthält, die zum gleichen Thema geschrieben wurden, können in einer Thread-Übersicht angesehen werden. Dies erleichtert ebenfalls das Nachvollziehen einer Konversation, die schon über mehrere Tage oder Wochen stattfindet. Für diejenigen, die mit der klassischen Variante besser klarkommen, kann diese Funktion aber auch abgeschaltet werden.

Einige Opera-Nutzer sehen diese Auslagerung des E-Mail-Clients aus dem Browser allerdings negativ. Für viele war die Integration des E-Mail-Clients ein wichtiger Grund Opera überhaupt zu nutzen. So beklagen sich nun einige in entsprechenden Foren, da der Hersteller in der kommenden Browserversion keinen E-Mail-Client mehr zur Verfügung stellt. Es bleibt abzuwarten, wie Opera auf diese Kritik reagiert und ob von den Plänen, den E-Mail-Client grundsätzlich aus dem Browser herauszuhalten nicht eventuell noch einmal abgesehen wird.
 

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