E-Mail-Marketing gehört ohne Zweifel zu den Instrumenten, die ein Unternehmen künftig nicht nur einsetzen, sondern vor allem beherrschen muss. Das geht aus allen Umfragen klar hervor, auch wenn sich die verschieden Studien in den Zahlen nicht ganz einig sind. Aber Fakt ist, dass über die Hälfte der Befragten bereits einmal über E-Mail ein Produkt gekauft hat, doch fast ebenso viele Tschüss sagten, wenn sie sich belästigt fühlten. So ist die Ausgangslage, die von Torsten Schwarz selbstverständlich sehr viel genauer und differenzierter beschrieben wird.
Die Zeit der Bastler ist vorbei. Wer nicht in Spam-Filtern hängen bleiben will, keine Ressourcen verschleudern möchte, das Kauderwelsch der Agenturen verstehen muss und Wert auf ein aussagekräftiges Controlling legt, sollte sich dieses Buch anschaffen. Nicht dass Torsten Schwarz das Deutungsmonopol hätte, aber Erfahrung und ein klarer Kopf sind auch in diesem Business wichtig. Und beides kann der Marketingleiter eines Softwareunternehmens locker vorweisen, was sich in der großen Praxisnähe seines neuen Buches ausdrückt.
Der Autor setzte sich nicht stundenlang an den PC, um aus purer Menschenliebe ein Buch über E-Mail-Marketing zu verfassen. Das ist keine moralische Abkanzelung, sondern eher ein Lob für geschicktes Eigenmarketing. Denn eines wird wohl jedem Leser nach der Lektüre klar: Wer E-Mail-Marketing effizient nutzen will, muss sich an Fachleute wenden, eine gute, zu seinem Unternehmen passende Software einkaufen und dem ganzen Projekt einen hohen Stellenwert einräumen.
Nachdem ich die 12 Kapitel gelesen habe, blieb das Erweckungserlebnis zwar aus, da ich offenbar nicht mehr zu den Laien gehöre. Aber die Informationen sind so gut aufgearbeitet, in eine logische Folge gebracht und klar formuliert, dass ich bei der Evaluation eines Partners auch ein Angebot der Firma einholen würde, in der Torsten Schwarz für Verkaufserfolge sorgt. Und viel mehr kann man von einem Fachbuch doch nicht erwarten. Ah, da bleibt doch ein Kleinigkeit hängen. Wer immer wieder betont, wie wichtig der Inhalt ist, sollte auch dazu raten, für Texte Fachleute bei zuziehen. Das wäre ein wirkungsvoller Beitrag zur Eindämmung sprachlicher Umweltverschmutzung und würde zusätzlichen Response bringen.
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