Emnid Umfrage zeigt: Deutsche würden für sichere E-Mail-Dienste zahlen

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Einer Umfrage von TNS Emnid zufolge sind 35 % der Befragten bereit, Geld für einen Erwerb befreien und sicheren E-Mail-Dienst auszugeben. Durch die aktuelle NSA-Affäre ist die Bereitschaft, für die eigene Privatsphäre einen höheren Preis zu zahlen, gestiegen. Dies sei ein klares Signal an die Unternehmen sagen die Verbraucherschützer.

Die NSA-Affäre wirbelte in den letzten Wochen viel Staub auf. Das Thema Datensicherheit und Privatsphäre im Internet hat für viele Menschen an Bedeutung gewonnen. Der Umfrage zufolge soll jetzt sogar jeder Dritte bereit sein, dafür Geld auszugeben. Gefragt hatte die TNS Emnid im Auftrag der Verbraucherzentrale und veröffentlichte die Ergebnisse Anfang dieses Monats. Die Umfrage ist auf der offiziellen Internetseite des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (http://www.vzbv.de/12188.htm) abrufbar.

 

Die kostenpflichtige De-Mail sei allerdings keine gute Alternative. Hier wird zwar der Transport einer E-Mail von einem Server zum nächsten verschlüsselt, allerdings werden diese Mails wiederum auf den Servern unverschlüsselt zwischengespeichert. Offensichtlich sei eine solche Kommunikationsmöglichkeit von der Politik nicht gewollt. Erst eine End-to-End-Verschlüsselung, also eine Technik, bei der die E-Mail auf dem Computer des Verfassers bereits verschlüsselt wird und erst auf dem Computer des Empfängers entschlüsselt wird, ist wirklich sicher, so ein Profi von der Gesellschaft für Informatik. Gerd Billen, Vorstand der Bundeszentrale der Verbraucherschützer, sieht diese Umfrage als ein klares Signal an die Unternehmen, ihr Geschäftsmodell nicht mehr auf Werbung und das Sammeln von Daten basieren zu lassen, sondern viel besser auf die Wünsche der Kunden einzugehen. Auch die Politik nimmt der Verbraucherschützer in die Pflicht. Die zukünftige Bundesregierung dürfe sich nicht darauf verlassen, dass sich der Datenmarkt selbst reguliere, sondern müsse sich europaweit für eine Datenschutzverordnung und für verbraucherfreundliche Regeln zur Datenerhebung und Nutzung der Daten stark machen.

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