Mailbox.org: Vollständig verschlüsselter deutscher E-Mail-Dienst

Tipp

Die Berliner Heinlein Support  hat unter dem Motto „Damit Privates privat bleibt“ ihren neuen E-Mail-Dienst mailbox.org eröffnet. Ein Angebot, das nicht nur mit dem deutschen Datenschutzrecht, sondern dank starker Verschlüsselungstechnik auch mit Sicherheit punktet.

Man kennt das Consulting-Unternehmen Heinlein Support bereits in Sachen Linux, Sicherheit und E-Mail-Kommunikation.

Heute stellte das Unternehmen seinen neuen E-Mail-Dienst mailbox.org vor unter dem Motto: „Damit Privates privat bleibt“. Das Angebot gilt als besonders sicher. Das Prüf-Labor SSL Labs bestätigt mit der Gesamtnote A+ eine obligatorisch starke Verschlüsselung unter den Richtlinien des deutschen Datenschutzrechtes.

Das Charmante an diesem neuen E-Mail-Dienst ist außer dem Sicherheitskonzept auch, dass es sich hierbei um das weltweit erste E-Mail-Hosting-Angebot handelt, welches als Fundament die erst am gestrigen Donnerstag offiziell veröffentlichte neue Version 7.4.2 von Open-Xchange einschließlich des neuen Speicherdiensts OX Drive verwendet.

Außer dem sicheren Webmail-Angebot steht dem Kunden noch mehr zur Verfügung:

Ein völlig werbefreier mailbox.org-Account stellt mit der OX App Suite einschließlich OX Documents und OX Drive eine eigene Kollaboration-Plattform mit Online-Dateispeicher und Online-Textverarbeitung dar. Ein Angebot nicht nur für Studenten mit schmalem Budget, die eher auf das office-Paket verzichten möchten.

Die Preise pro Account beginnen bei 1 Euro pro Monat für drei Mail-Aliase mit bis zu 10.000 E-Mails pro Tag, 2 GByte Mail-Speicher und 100 MByte Office-Speicher. Ein durchaus faires Angebot.

Das A und O an mailbox.org ist das gebotene hohe Sicherheits-Niveau. Mit Technologien wie PGP und SSL setzt Heinlein nicht etwa auf neue Formen der Sicherheit, sondern schafft diese Anforderungen mit bewährten Technologien. Allerdings mit dem großen Unterschied, dass dieser Dienst der berliner Consulting-Firma das Verwenden starker asymmetrischer Schlüssel und ein Absichern der Übertragung per SSL nicht optional anbietet, sondern in jedem Fall erzwingt.

Peer Heinlein, Gründer von mailbox.org und Geschäftsführer der seit über 20 Jahre auf Linux- und Security-Strategieberatung spezialisierten Firma Heinlein Support lässt die mangelnde Bereitschaft vieler Nutzer zur E-Mail-Verschlüsselung via PGP nicht gelten.
Peer Heinlein: „Unsere Loyalität gehört unseren Nutzern, nicht irgendwelchen Werbepartnern. Wir haben es nicht nötig, Nutzerdaten an Dritte zu verkaufen.“

Hier wird also nicht das Rad neu erfunden, sondern auf einem für Laien gut verständlichen PGP-Stiftfilm erklärt, wie via PGP die sicherer E-Mail-Kommunikation funktioniert.

Außerdem ist die Berliner Firma die einzige E-Mail-Anbieterin, die mit dem Versandmechanismus zwingend die Verschlüsselung vorschreibt. Kein Ausweichen, kein Risiko. Sollte die Übermittlung scheitern, weil die Gegenstelle keine SSL-Übertragung ermöglicht, wird die E-Mail sicherheitshalber von mailbox.org nicht übertragen und der Absender wird über die fehlgeschlagene Zustellung informiert. Davon sollten die Interessenten unbedingt wissen.

Einzelheiten hierzu erläutert Heinlein auf der Projektseite. Abgesehen von dem Zwang zur Verschlüsselung also erst einmal nichts Neues.

Bemerkenswert und einzigartig ist jedoch, dass der Dienst auf Wunsch alle E-Mails beim Auflaufen im Postfach nachträglich mit dem PGP-Schlüssel des Empfängers verschlüsselt. Andere Anbieter werben damit, E-Mails auf verschlüsselten Festplatten zu speichern. mailbox.org bietet so auch im laufenden Betrieb einen vollständigen Schutz.

Dieses Verfahren ist ebenfalls auf der Projektseite näher erläutert.

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