„Signaturen“- und „Briefpapier und Schriftarten“-Button funktionieren nicht

Outlook

Wenn wir unsere Signatur überarbeiten wollen, fällt auf, dass der „Signaturen“-Button nicht funktioniert, wenn wir darauf klicken wollen. Das Gleiche gilt für den Button „Briefpapier und Schriftarten“. Wir haben bereits versucht, unsere Office-Installation zu reparieren, aber es funktioniert nicht. Gibt es einen Weg, damit der Signatur-Editor wieder normal arbeitet?

Dieser Fehler kann in seltenen Fällen auftreten, aber bei einer Anwendung, die von vielen Usern genutzt wird, sind auch seltene Fälle ein Problem vieler. Häufig tritt dieser Fehler auf, wenn eine neuere Version von Office (zum Beispiel eine Demo-Version) entfernt wurde, man dafür eine ältere Version installiert, die dann aber wieder auf eine neuere Version upgradet. Aber auch beim Umstieg von 32-bit Office zur 64-bit Version oder umgekehrt kann das Problem hervorrufen. In anderen Fällen liegt es an installierten Sicherheitsprogrammen oder Virenscannern, die während der Installation von Office keine Änderungen an der Registry zulassen.
Glücklicherweise gibt es aber ein paar Möglichkeiten, um die „Signaturen“- und den „Briefpapier und Schriftarten“-Button wieder funktionstüchtig zu machen oder seine Signatur durch einfache Umwege zu bearbeiten.

Registry CLSID GUID Modifikationen:

In den meisten Fällen wird das Problem durch einen Registry-Eintrag hervorgerufen, der auf eine falsche Position der Outlook.exe verweist. Die verantwortlichen Schlüssel sehen am Anfang vielleicht etwas unheimlich und kompliziert aus, allerdings lassen sich die erforderlichen Änderungen relativ einfach vornehmen. Da die Schlüssel allerdings sehr gleich aussehen, ist es wichtig, dass man sich vergewissert, auch die richtigen Schüssel auszuwerten. Am besten vergewissert man sich, dass man die richtigen Einträge ausgewählt hat, indem man auf die Status-Leiste am unteren Rand des Registry-Editors schaut.
Die folgenden Schlüssel für die jeweilige Version von Office und Windows muss man in der Registry auswählen:

32-bit Version von Windows:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Classes\CLSID\{0006F03A-0000-0000-C000-000000000046}\LocalServer32

32-bit Version von Office und 64-bit Version von Windows:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Classes\Wow6432Node\CLSID\{0006F03A-0000-0000-C000-000000000046}\LocalServer32

64-bit Version von Office:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Classes\CLSID\{0006F03A-0000-0000-C000-000000000046}\LocalServer32

 

Wenn man den Schlüssel in der rechten Spalte auswählt, sieht man Schlüsselnamen, die (Standard) und LocalServer32 heißt. Die Datenfelder beider Schlüsselnamen sollten zum jeweiligen Speicherort von outlook.exe verweisen. Auf dem unteren Screenshot kann man ein Beispiel sehen.Das (Standard)-Feld ist momentan vermutlich in der Steno-Notierung (8dot3) angegeben, man kann ihn allerdings auch gegen den vollen Dateipfad austauschen.
Das LocalServer32-Feld sieht eventuell so aus, als wäre es voller seltsamer Zeichen oder es fällt ganz. In dem Fall kann man es erstellen via:

 

„Bearbeiten“ → „Neu“ → „Wert der mehrteiligen Zeichenfolge“Pfad für Outlook.exe:

 

Um den Pfad für Outlook.exe zu bestätigen, sollte man am besten vorher den Dateipfad im Explorer suchen. Übliche Speicherorte sind:

Outlook 2007 bei einer 32-bit Version von Windows:

C:\Programme\Microsoft Office\Office12\Outlook.exe

Outlook 2010 bei der 32-bit oder 64-bit Version von Windows:

C:\Programme (x86)\Microsoft Office\Office14\Outlook.exe

Outlook 2013/Office 365 Home Premium bei einer 64-bit Version von Windows:

C:\Programme\Microsoft Office 15\root\office15\Outlook.exe

 

Nach der Modifizierung des Schlüssels muss man den Computer neu starten, damit die Änderungen wirksam werden.

 

Signaturen- und Briefpapier und Schriftarten-Button funktionieren nicht

Gut versteckt in der Registry kann es einen Dateipfad geben, der nicht auf Outlook.exe verweist.

Fix It und Neuinstallation:

Eine andere Methode, die funktionieren sollte, wäre das Deinstallieren aller Office-Anwendungen, um anschließend mit Fix It alle Versionen von Office zu entfernen, die vorher einmal auf dem Computer installiert waren. Dabei fängt man mit der ältesten Version an und arbeitet sich zur neusten Version vor.

Bei diesem Vorgang gehen keine Daten oder Einstellungen von Outlook verloren, aber es ist immer besser, einige Backups zu haben. Sobald alles entfernt wurde, startet man den Computer neu und überprüft nochmal, dass die oben erwähnten Registry-Schlüssel nicht mehr existieren. Anschließend installiert man die Version von Office, die man verwenden möchte.
Während dieses Arbeitsschritts sollte man Virenscanner und Schutzprogramme für die Registry abschalten. Das ist nicht notwendig, wenn man die Microsoft Security Essentials oder den Windows Defender von Windows 8 als Virenscanner verwendet, aber es kann auch nicht schaden. Ist die Installation abgeschlossen, sollte man erst kontrollieren, ob man den „Signaturen“-Button verwenden kann, bevor man die Sicherheitsprogramme wieder einschaltet.

 

Ein Workaround: Die Signatur-Daten direkt bearbeiten:

Wenn die oben beschriebenen Methoden nicht funktionieren, man sie nicht anwenden kann (weil man beispielsweise nicht die nötigen Berechtigungen als Administrator hat) oder wenn es einfach zu viel Arbeit ist, kann man auch einfach die eigenen Signatur-Daten direkt bearbeiten.

 

„Signaturen“-Button ist grau unterlegt:

Wenn der „Signaturen“-Button komplett grau ist, könnte er durch die Gruppen-Einstellungen deaktiviert worden sein. Das ist wahrscheinlich der Fall, wenn eine Firma für das Versenden von E-Mails die Funktion zur automatischen Signaturen-Erstellung auf ihren Servern verwendet. In diesem Fall sollte man am Besten die zuständige PC-Abteilung kontaktieren und sich vergewissern. Außerdem sollte man die Kollegen fragen, ob sie das selbe Problem haben. Falls ja, ist das vermutlich eine Einstellung, die für alle in der Firma gilt statt lediglich ein Installationsproblem.

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