5 Tipps für mehr E-Mail-Konto Sicherheit

Tipp

Es gibt viele Verhaltensregeln die beachtet werden müssen, um es Angreifern so schwer wie möglich zu machen, Zugriff auf das eigene E-Mail-Konto zu erhalten. Wer jedoch diese fünf einfachen Grundregeln befolgt, macht es Angreifern damit schon deutlich schwerer und trägt eine Menge zu der Sicherheit seines eigenen E-Mail-Kontos und aller anderen auf dem Computer gespeicherten Daten bei.
 

Auch in Zukunft werden Angriffe auf die Nutzerdaten nicht weniger werden und die Angreifer werden immer bessere Technik nutzen, um an die Daten zu gelangen. Wer jedoch diese einfachen Grundregeln befolgt, kann die Sicherheit seines Computers erfolgreich verbessern und seine Daten vor fremden Zugriff schützen. Besonders wichtig ist dies auch bei E-Mail-Konten, da hier nicht nur wichtige Nachrichten gespeichert sind, sondern auch das Adressbuch. Sollten die dort gespeicherten Daten in die Hände von Spammern fallen, könnte es passieren, dass auch alle dort gespeicherten Adressen mit verseuchten Nachrichten überflutet werden und die Freunde ebenfalls Opfer des Angriffs werden.

HTTPS aktivieren und Ausloggen

Sollte man zur Kommunikation mit seinen E-Mail-Konto kein eigenes Programm verwenden, sondern die Nachrichten über den Browser abrufen, empfiehlt es sich die HTTPS-Verschlüsselung zu aktivieren. Diese Einstellung findet man meistens unter den Optionen des jeweiligen E-Mail-Anbieters. Die HTTPS-Verschlüsselung macht es beispielsweise für Angreifer deutlich schwieriger an die Nutzerdaten zu gelangen, selbst wenn man in einem nicht verschlüsselten kabellosen Netzwerk unterwegs ist. Auch hier sollte darauf geachtet werden, dass zumindest eine einfache W-LAN-Verschlüsselung aktiviert ist. Da dies zum Beispiel in öffentlichen Netzwerk nicht immer gewährleistet werden kann, sollte die HTTPS-Verschlüsselung des E-Mail-Kontos immer aktiviert werden.

Es gibt jedoch einige Anbieter, die diese Funktion nicht unterstützen. Wer etwas zur Sicherheit seines E-Mail-Kontos beitragen möchte, wechselt am besten zu einem Anbieter, der diese Funktion unterstützt. Google-Mail erlaubt beispielsweise eine verschlüsselte Verbindung für jede aufgerufene Seite und macht somit das sichere Abrufen von E-Mails möglich. Auch Seiten wie Facebook sollten entsprechend konfiguriert werden, damit es fänden möglichst schwer gemacht wird, die Login-Daten abzufangen.

Auch das Ausloggen nach dem erfolgreichen Abruf der E-Mails ist sehr wichtig. Bei jedem Login wird eine Sitzung auf dem Server gestartet, die erst nach einer bestimmten Zeit oder beim Logout verfällt. Logt man sich nach dem Abrufen seiner E-Mails nicht aus, haben Angreifer theoretisch die Möglichkeit, die Identität des Nutzers zu imitieren und die gestartete Sitzung unter seinem Namen weiterzuführen. Logt man sich jedoch aus, wird die Sitzung beendet und der Identitätsklau ist nicht mehr möglich.

Nicht auf ungewöhnliche E-Mail reagieren

 

Besonders wichtig ist auch ein wachsamer Nutzer. Sollte man eine E-Mail erhalten, die einem ungewöhnlich vorkommt oder der Absender unbekannt ist, sollte darauf auf keinen Fall reagiert werden! Außerdem sollten keine Links angeklickt oder gar der Anhang geöffnet werden, da dieser unter Umständen einen gefährlichen Virus enthalten kann. Außerdem können über diese Nachrichten wichtige Informationen nach Außen gelangen, die für einen gezielteren Angriff auf das eigene Netzwerk und dem Computer genutzt werden können. Derartige Nachrichten sollten umgehend gelöscht werden.

Firewall und Antiviren-Software installieren

Viele Benutzer haben bereits ein Antiviren-Programm auf dem Computer installiert oder schützen sich mit einer Firewalls. In den meisten Fällen reicht die auf dem Computer installierte Windows-Firewall vollkommen aus und schützt den Computer vor unerwünschten Zugriffen. Alternative Lösungen sind meistens nicht sehr einfach zu konfigurieren und sind bei falscher Handhabung sogar ein Sicherheitsrisiko. Nutzer mit einem neueren Windows-Betriebssystem können sich die "Microsoft Security Essentials" installieren. Dieses Softwarepaket sorgt ebenfalls für mehr Sicherheit auf dem Computer und arbeitet zuverlässig im Hintergrund.

Obwohl viele Nutzer durch derartige Programme bereits sehr gut geschützt sind, ist dies noch keine Garantie für ein sicheres E-Mail-Konto. Diese Programme sollten, wie jeder andere auf dem Computer installierte Software auch, regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht und mit den aktuellen Updates versorgt werden. Besonders die Signatur-Datenbank der Antiviren-Software sollte täglich aktualisiert werden, damit neue Bedrohungen zuverlässig erkannt werden können.

Nicht von fremden Computern einloggen

Generell sollte man sich nicht von einem fremden Computer mit dem eigenen E-Mail-Konto verbinden. Jeder Computer, der nicht von einem selbst verwaltet wird, stellt im ersten Moment ein potentielles Sicherheitsrisiko dar, da man nicht davon ausgehen kann, dass der jeweilige Besitzer ebenfalls so sorgfältig auf Sicherheit achtet wie man selbst. Die fremden oder öffentlichen Computer können bereits mit Spyware infiziert worden sein und leiten die Login-Daten direkt zu ihren kriminellen Entwicklern weiter.

Starke und unterschiedliche Passwörter verwenden

Doch selbst wenn alle anderen Schritte beachtet worden sind, ist es sehr wichtig, dass ein ausreichend starkes Passwort erstellt wird. Ein gutes Passwort besteht mindestens aus 8 Zeichen und verfügt über Sonderzeichen, großen und kleinen Buchstaben und Zahlen und besteht nicht aus einem Wort, das im Wörterbuch nachgeschlagen werden kann. Außerdem empfiehlt es sich, das Passwort mindestens alle sechs Monate zu ändern und nicht für jede Internetseite das gleiche Passwort zu verwenden. Sollte beispielsweise die Datenbank einer Internetseite in falsche Hände geraten, können die Angreifer sich mit diesen Daten auch auf jeder anderen Seite einloggen. Auch bei der Sicherheitsfragen sollte darauf geachtet werden, dass es sich bei der Antwort nicht um eine Antwort handelt, die mit ein wenig Recherche schnell herausgefunden werden kann. Selbst die Antwort auf diese Frage muss nicht der Wahrheit entsprechen.

Wer diesen fünf einfachen Regeln folgt, trägt schon eine Menge zu der Sicherheit seines E-Mail-Kontos und allen anderen Konten bei und sollte deutlich schwieriger für Angreifer zu attackieren sein. Doch auch das befolgen dieser Regeln sorgt nicht für hundertprozentige Sicherheit, wenn der Nutzer zu unachtsam im Internet unterwegs ist.

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