Google verschickt E-Mail-Wurm

Viren

Für einen peinlichen Zwischenfall hat am Dienstag, Google http://www.google.com
gesorgt. Wie erst jetzt bekannt wurde, versendete der Internetgigant
einen E-Mail-Wurm über seine E-Mail-Video-Group. In einer offiziellen
Stellungnahme entschuldigt sich Google nun bei den rund 50.000
Blogteilnehmern und empfiehlt den Einsatz von Antiviren-Software, um
den Wurm zu entfernen. Der unter dem Namen Kama Sutra bereits im
Februar dieses Jahres bekannt gewordene Schädling ist prinzipiell in
der Lage, Dateien zu einem fest gelegten Datum zu überschreiben. Bisher
sind allerdings keine Vorfälle bekannt, bei denen der Wurm von dieser
radikalen Vorgangsweise Gebrauch gemacht hat.Google ist nicht die einzige prominente Adresse, die von
Cyberkriminellen als lukratives Ziel ins Auge gefasst wird. So treibt
seit Tagen eine gefälschte Wikipedia-E-Mail ihr Unwesen. Getarnt als
warnender Eintrag vor dem Computerwurm W32.Blaster führt der angegebene
Link aber nicht zur Installation eines angekündigten Patches, sondern
zu einem Trojaner-Download. Die auf der ersten Blick täuschend echte
E-Mail ist über die unsinnige Absender-Adresse aber leicht zu erkennen.
Zudem dürfte die Seite bereits vom Netz genommen worden sein. Sie ist
derzeit zumindest nicht mehr aufrufbar.

Ein weiterer Betrugsversuch betrifft das vor allem in den USA bekannte Portal MySpace http://www.myspace.com. Wie Sicherheitsexperten der Firma Websense http://www.websense.de gestern, Mittwoch, mitgeteilt haben, werden derzeit Videos verbreitet, die so aussehen als stammen sie von YouTube http://www.youtube.com
. Tatsächlich verlinken auch diese Videos auf eine gefälschte Domain
namens "youtube.info". Will man das Video ansehen, installiert sich das
Adware-Programm Zango Cash in der Toolbar der Anwender.

"Sehr publike Portale werden gern ausgenutzt, da sie enorm viele
Leute erreichen und eine gewisse Sicherheit suggerieren", erklärt
Michael Kretschmer, Regional Director Central Europe von Websense. Privatanwendern rät Kretschmer generell auch bei
bekannten Internet-Adressen und E-Mails sehr vorsichtig zu sein.
Wichtig sei zudem auch, den eigenen Antiviren-Schutz und die
installierte Firewall immer auf dem neuesten Stand zu halten.
Installierte Malware mache sich auch meistens bei der Computerleistung
bemerkbar. Hier gelte es, auf Indizien zu achten, so Kretschmer
abschließend.

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