Schon zwei von drei Mails sind Spam

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Der US-Filterspezialist MessageLabs schlägt Spam-Alarm: Beinahe zwei von drei aller weltweit versendeten E-Mails sind Spam, hat das Unternehmen errechnet. Konkret hat das Unternehmen im Dezember insgesamt 463,1 Mio. E-Mails gefiltert. Von diesen gehörten 290,4 Mio., das sind exakt 62,7 Prozent, zur Gattung der Junkmails. Diese haben in kurzer Zeit rasant zugenommen. Die Steigerungsrate sei „sehr, sehr dramatisch“, sagte MessageLabs-CTO Mark Sunner.Die Zahl der Spam hat damit ein Allzeit-Hoch erreicht. Noch im November waren „lediglich“ 55 Prozent aller weltweit versendeten elektronischen Nachrichten Junk-Mails. F

ür den Dezember bzw. die Weihnachtszeit war allgemein mit einem leichten Anstieg der unerwünschten Massenmails gerechnet worden. Die Zunahme auf fast zwei Drittel hat aber die pessimistischen Erwartungen noch übertroffen. Vor genau einem Jahr zählte lediglich jede zehnte Mail zur Gattung Spam. Bis zum April dieses Jahres soll der Anteil der Junk-Mails sogar die 70-Prozent-Marke erreichen. Zurückzuführen ist der Anstieg laut Sunner unter anderem auf die ineffektive Anti-Spam-Gesetzgebung in den USA, dem „Mutterland“ aller Spammer. Das dort verabschiedete Bundesgesetz enthält eine relative weiche „opt-out-Klausel“. 

 Das heißt Marketer dürfen so lange ihre Massen-Mails an User verschicken, bis diese die Löschung ihrer Adressen ausdrücklich verlangen. Ein weiterer Grund für die starke Ausbreitung der unerwünschten Nachrichten sind bestimmte Techniken, durch die Spammer fremde Computer hijacken und dadurch anonym bleiben.

Bei den weltweiten verschickten Viren verzeichnete MessageLabs ebenfalls einen, wenn auch leichten, Anstieg. Von insgesamt  53,7 Mio. im Dezember gescannten Mails waren 3,5 Mio. virenverseucht. Das ergibt eine Rate von eins zu 158,2. Im Juli hatte die entsprechende Untersuchung eine Rate von eins zu 166 ergeben.

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