Sluring – Phishingmethode mit falschen Versprechen

Viren

Die Sicherheitsspezialisten von Fortinet http://www.fortinet.com
warnen in ihrem aktuellen Malwarreport vor einer neuen Art des
Phishings. Beim Sluring (Service Luring) locken Cyberkriminelle ihre
Opfer mit falschen Versprechungen auf Homepages und versuchen ihnen
persönliche Daten zu entlocken. "Diese Form des Identitäts-Diebstahls
ist kein Phishing per se, denn der Hauptunterschied im Gegensatz zu
‚echten‘ Phishing-Sites ist, dass sie nicht versuchen, das Opfer von
einer falschen Identität zu überzeugen. Vielmehr wird dem Opfer
versprochen, dass es eine Dienstleistung erhält. Das ist jedoch nicht
der Fall", erklärt Guillaume Lovet, Manager des Fortiguard Global
Security Research Teams.Ein exemplarisches Beispiel ist eine professionell gestalteten Webseite
namens Scan-Messenger. Die Macher der Seite versprechen den
potenziellen Opfern zu überprüfen, ob andere Messenger-Mitglieder den
User von ihrer Kontaktliste gelöscht oder geblockt haben. Dabei werden
sie aufgefordert sowohl E-Mail-Adresse als auch Passwort anzugeben. Der
Hinweis, dass die Daten nicht gespeichert werden, ist aber eine glatte
Lüge. In Wirklichkeit wird mithilfe der Login-Daten das Profil des
Users verändert. Der Nickname wird durch die URL von Scan-Messenger
ausgetauscht, wodurch weitere Opfer auf die Seite gelockt werden
sollen.

"Das ultimative Ziel ist es, Geld durch Werbung, die auf den Seiten
platziert wird, zu verdienen", so Lovet. Anzeigen haben in der Regel
eine statische Click-Rate – beispielsweise klicken von 100 Personen,
die die Seite besuchen, fünf auf die Anzeige. Der Weg um mehr Profit zu
machen, führt also über die Anzahl der Besucher auf der Seite. Um diese
zu erhöhen, bedienen sich die Webseitenbetreiber einer wurmartigen
Strategie. "Indem sie die Spitznamen der getäuschten Nutzer mit der URL
der Site ersetzen, sollen die Kontakte dieser Nutzer ebenfalls auf die
Seite gebracht werden. Diese werden, sollten sie ebenfalls auf den
Trick hereinfallen, ebenfalls umbenannt und ziehen weitere Nutzer an",
erklärt Lovet.

Diese Methode hat sich bereits als erfolgreich erwiesen,
schließlich gibt es die Webseite bereits in 20 Sprachen.
"Service-Luring Websites werden seltener deaktiviert als
Phishing-Sites, da im Grunde keine wirkliche Rechtsverletzung
stattfindet und die Websites jeweils eigene Bedingungen und Konditionen
haben", erklärt Lovet. Diesen Betrügern gehen laut Lovet vor allem User
auf den Leim, die noch nie mit Phishing zu tun hatten: "Sie erkennen
die Gefahr nicht, dass leichtfertig weitergegebene Login-Daten rasch
für falsche Zwecke missbraucht werden können." Generell sollten User
nie ihre Login-Daten einem Onlineservice geben, ungeachtet der
Begründung für die Anfrage, so Lovets Appell

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