Thunderbird 13 nutzt Filesharing-Dienstleister Yousendit für Anhänge

Thunderbird

Die neue Version 13 von Thunderbird greift bei der Nutzung von größeren Dateianhängen nun auf den Filesharing-Dienstleister Yousendit zurück, um das E-Mail-Postfach zu verkleinern und die DSL-Leitung zu entlasten. Durch die Nutzung des Anbieters sollen E-Mail-Anhänge in Zukunft schneller und effizienter empfangen und versendet werden können. Doch die Nutzung des Dienstes bietet nicht nur Vorteile, da die angehängten Dateien für nicht zahlende Nutzer nur für einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung stehen und die Downloadrate limitiert ist. Darüber hinaus gibt es noch einige weitere Neuerungen in der Version 13 von Mozilla Thunderbird.

Mit der Veröffentlichung der Version 13 von Mozilla Thunderbird kommen zwei neue wichtige Funktionen zu dem E-Mail-Programm hinzu. Erstmals lassen sich E-Mail-Adressen nun direkt mit dem Programm erstellen und automatisch konfigurieren. Dadurch ist es nicht mehr zwingend erforderlich, einen Account bei einem Anbieter manuell zu erstellen und anschließend zu konfigurieren. Möchte man eine neue E-Mail-Adresse erstellen, gibt man einfach die Wunschadresse an und kann direkt Nachrichten verschicken, ohne das Konto vorher mühsam zu konfigurieren. Einziger Nachteil ist jedoch, dass dieser Dienst Geld kostet.

 

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Filesharing-Dienstleister Yousendit

Obwohl es im Internet eine Vielzahl von Filesharing Anbietern gibt, verschicken viele Nutzer noch immer große Dateianhänge via E-Mail. Dies ist nicht nur für den Empfänger problematisch, da dieser die Anhänge automatisch herunterlädt, sondern sorgt außerdem dafür das Internetverbindung mit einer geringen Bandbreite unnötig blockiert werden. Dies ist besonders im Büro ein Problem. Das Verschicken von Dateien via E-Mail dauert nämlich im Schnitt rund 30 % länger als ein herkömmlicher Upload. In Thunderbird 13 gibt es ein praktisches neues Feature, durch das größere Anhänge automatisch bei dem Filesharing-Dienstleister Yousendit hochgeladen werden. Dadurch lässt sich in der Theorie die Bandbreite der eigenen Internetverbindung effizienter nutzen. Doch bevor der Dienst genutzt werden kann, muss dieser in den Einstellungen aktiviert werden. Die Einstellungen befindet sich in den Anhangsoptionen. Dort kann außerdem festgelegt werden, ab welcher Grenze der Dienst genutzt werden soll. Möchte man beispielsweise, dass erst Anhänge ab einer Größe von 5 MB bei Yousendit hochgeladen werden, kann diese Einstellung dort vorgenommen werden. Der standardmäßig eingetragenen Filesharing-Dienstleister Yousendit wird wahrscheinlich nicht lange der einzige Dienst sein, der zusammen mit Mozilla Thunderbird genutzt werden kann. In die Liste können nämlich noch weitere Einträge aufgenommen werden. Es ist durchaus auch denkbar, dass es eine firmeneigene Lösungen geben wird.

Neues Feature noch unausgereift

Doch das neue Feature ist leider noch nicht ganz ausgereift und es gibt noch einige Kritikpunkte. In der Standardeinstellung von Yousendit bleiben die angehängten Dateien nämlich lediglich eine Woche lang online. Ist der Empfänger beispielsweise im Urlaub und hat keine Möglichkeit, auf den Posteingang zuzugreifen, können Anhänge verloren gehen. Der Sender müsste die E-Mail in so einem Fall noch einmal senden und den Anhang erneut hochladen. In diesem Szenario hätten weder der Empfänger, noch der Sender einen Vorteil von der Verwendung des Filesharing-Anhangs.

Der Grundgedanke hinter diesem neuen Feature war jedoch die Ersparnis von Zeit und Bandbreite, ohne dass Empfänger oder Sender einen Mehraufwand haben. Die kostenlose Variante von Yousendit hat jedoch eine limitierte Bandbreite von knapp 100 bis 150 KByte pro Sekunde, was ausgesprochen langsam ist. Verzichtet man auf diesen Dienst, können die Dateimenge in den meisten Fällen deutlich schneller heruntergeladen werden. Doch trotz der langsamen Downloadraten bietet diese Variante einen entscheidenden Vorteil für den Empfänger: Er kann nun selber entscheiden, ob er die Anhänge einer E-Mail herunterladen möchte oder nicht.

Sicherheitslücken wurden geschlossen

Für alle diejenigen, die nun glauben müssten nicht auf Thunderbird 13 aktualisieren, weil sie die Features ohnehin nicht nutzen würden, gibt es jedoch andere Gründe unbedingt auf die neuste Version zu wechseln. Es wurden nämlich einige Sicherheitslücken geschlossen, von denen teilweise ein großes Sicherheitsrisiko für den Nutzer ausgeht. Manche dieser Lücken lassen sich nämlich dazu nutzen, um Schadcode auf dem betroffenen Computer auszuführen. Es besteht also die Gefahr, dass ein Virus auf den Computer gelangen kann. Außerdem kann Thunderbird nun besser mit E-Mail-Postfächern umgehen, die größer als 4 GByte sind.

Die aktuelle Version kann automatisch über die Aktualisierungsfunktion installiert werden und steht auch als Download auf der offiziellen Internetseite zur Verfügung.
 

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