USA weiterhin Spam-Schleuder Nummer eins

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Die USA haben im ersten Quartal ihre traurige Spitzenrolle als weltweiter
Spam-Produzent Nummer eins eindrucksvoll bestätigt. Wie aus einer Analyse des
US-Sicherheitsdienstleisters Sophos http://www.sophos.com hervorgeht, stammten von Januar bis März
35,7 Prozent aller untersuchten Spam-Mails aus den Vereinigten Staaten. Auf den
Podestplätzen folgen die asiatischen Länder Südkorea und China. http://www.sophos.com/pressoffice/pressrel/us/20050407dirtydozen.html

Platz zwei auf der unrühmlichen Liste geht mit 25 Prozent an Südkorea. Aus China
inklusive Hongkong stammen fast zehn Prozent aller abgefangenen unerwünschten
Massenmails. Dahinter folgen mit Frankreich und Spanien die ersten europäischen
Länder. Rund jedes 80. Spam stammt aus Deutschland, das damit unter dem
"dreckigen Dutzend" auf Platz zehn liegt. Schlusslichter im positiven Sinn
dieser traurigen Liste sind Australien und Polen.

Für die USA haben die
Experten von Sophos allerdings eine positive Entwicklung ausgemacht: "Wenn auch
die Vereinigten Staaten weltweit mehr als ein Drittel der Spam-Mails
produzieren, so hat sich ihr prozentueller Anteil seit Jahresbeginn doch
verringert", sagte Sophos-Analyst Gregg Mastoras. So ging der Anteil der Spam,
die von US-Computern versendet werden, seit Januar um immerhin zwölf Prozent
zurück. Sophos führt dies auf die verstärkten Anstrengungen der US-Provider
gegen Spammer zurück.

Für den Spam-Versand werden häufig "unschuldige"
PCs missbraucht. Mastoras schätzt, dass rund die Hälfte aller Spam-Mails von so
genannten Zombie-PCs stammt. Zombie-PCs sind Rechner, die von Angreifern
übernommen wurden und von denen aus Spam und Viren, ohne Wissen von deren
Besitzern, verbreitet werden. Laut einer jüngst veröffentlichten Analyse des
Honeynet Projects gibt es weltweit mehr als eine Mio. derartige Computer. Sophos schätzt,
dass die südkoreanischen Spam-Mails in Wahrheit auf das Konto von
Spam-Versendern aus anderen Ländern wie China, Russland und den USA gehen.
"Viele der Junk-Mails aus Südkorea konnten ‚unschuldigen Computern‘ zugeordnet
werden", erklärte Mastoras. Der durch Spam weltweit verursachte wirtschaftliche
Schaden beläuft sich einer aktuellen Studie von Ferris Research zufolge auf rund
50 Mrd. Dollar jährlich. US-Unternehmen alleine kommen dabei mit etwa 17 Mrd.
Dollar Schaden zum Handkuss.

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