BKA-Trojaner: Weltweite Verbreitung nimmt zu

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Leider kennen bereits viele Nutzer den bekannten BKA-Trojaner aus eigener Erfahrung und haben unter Umständen sogar – entgegen der Empfehlung – bereits Geld für die Entsperrung des Computers bezahlt. Doch der BKA-Trojaner ist nicht nur in Deutschland aktiv, sondern verbreitet sich über den gesamten Globus. Auf betroffenen Computern in den USA gibt sich das schädliche Programm beispielsweise als „FBI-Blockade-Tool“ aus und fordert den Benutzer auf, einen Betrag zwischen 50 bis 200 $ per „MoneyPak“ oder „Paysafecard“ zu bezahlen.

Trotz der vielen Hinweise Zahlen noch unzählige Benutzer den aufgeforderten Geldbetrag und helfen somit den kriminellen Entwicklern der Software. Sollte Computer mit einer Variante des bekannten „BKA-Trojaners“ infiziert worden sein, darf auf keinen Fall Geld für die vermeintliche Entsperrung des Computers bezahlt werden, da nicht davon ausgegangen werden kann, dass der Rechner nach Begleichung des Betrags wieder benutzbar ist.

In den USA ist die Verbreitung der in Deutschland unter dem Namen „BKA-Trojaner“ bekannt gewordenen Malware bereits so weit fortgeschritten, dass selbst das FBI über die Gefahren der Malware informiert. Oftmals ist es so, dass die Betroffenen erst Zahlen und sich später bei der entsprechenden Stelle beschweren, die angeblich für die Sperrung des Computers verantwortlich gewesen ist. Der Trojaner verlangt zwischen 100 bis 200 $, die entweder per „MoneyPak“ oder „Paysafecard“ bezahlt werden können. Freigeschaltet wird der Rechner jedoch nicht und die Daten bleiben weiter gesperrt.

Ist eine Webcam an den Computer angeschlossen, zeigen aktuelle Varianten des Trojaners außerdem ein Livebild der Kamera auf dem Desktop an, um bei dem Benutzer das Gefühl hervorzurufen, dass er beobachtet wird. Bis jetzt konnte jedoch nicht festgestellt werden, dass die Malware das Livebild wirklich ins Internet überträgt. Auch die Formulierungen im Text sind meistens etwas holprig, was den Nutzer bereits hellhörig machen sollte. Problematisch sind auch neue Versionen des Trojaners, die nicht nur einfach den Computer sperren, sondern bereits im Vorfeld wichtige Lizenzschlüssel auslesen, Daten verschlüsseln oder andere für den Nutzer nicht umkehrbare Änderung durchführen.

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