Der technologische Stillstand ist vorbei

Viren

Immer mehr neue Schadprogramme in immer kürzerer Zeit, Bootkits als gefährliche Kombination alter Technologien mit neuen Ideen und das Ende des technologischen Stillstands der Virenentwickler: Das erste Quartal 2008 lieferte aus Sicht der Experten von Kaspersky Lab einige beunruhigende Tendenzen. Alexander Gostev, leitender Virenanalyst bei Kaspersky Lab, erläutert in einem jetzt auf www.viruslist.de veröffentlichten Artikel die grundlegenden Tendenzen der Virenindustrie und analysiert die wichtigsten aktuellen IT-Bedrohungen.

Im ersten Quartal 2008 stieg die Verbreitungsgeschwindigkeit von neuen Schadprogrammen weiter an. Täglich entdeckt Kaspersky Lab tausende neue Varianten, wobei die Schädlinge technisch immer anspruchsvoller werden. Alte Ideen und Techniken werden wiederbelebt und stellen nun in verändertem Kontext eine immer größer werdende Gefahr dar. Bootkits sind das beängstigendste Beispiel: moderne Rootkit-Technologien werden mit dem fast schon vergessen geglaubten Modell des Bootvirus kombiniert. Die Folge sind mächtige Viren, die Antiviren-Programme vor große Probleme stellen.

Die Virenschreiber schauen dabei sogar über den Tellerrand und bedienen sich beim „Feind“. Zur Abwehr von Antiviren-Programmen beginnen die Virenschreiber, einige AV-Technologien zu übernehmen. Die klare Botschaft aus dem ersten Quartal dieses Jahres ist daher: Die Zeit des technologischen Stillstands an der Virenfront neigt sich ihrem Ende zu.

Eine zunehmende Gefahr stellen die weltweit wachsenden Botnetze dar, die auf Befehl von Cyberkriminellen in der Lage sind, Spam zu versenden, massive Cyberattacken durchzuführen und andere schädliche Funktionen zu erfüllen.

Risikopotenzial bergen auch Schwachstellen in populärer legaler Software, die Hacker ohne Wissen der Programmentwickler zur Verbreitung von Schadprogrammen nutzen können. Im ersten Quartal 2008 wurde uns dies mit aller Deutlichkeit vor Augen geführt, als es Cyberkriminellen gelang, über den beliebten Download-Manager FlashGet trojanische Programme zu verbreiten.

Das erste Quartal brachte auch eine Reihe unangenehmer Nachrichten aus der Welt der mobilen Geräte –verschiedene neue Schadprogramme für die mobilen Plattformen Symbian, Windows Mobile, J2ME und iPhone erschienen auf der Bildfläche. Für das bislang relativ verschont gebliebene Betriebssystem Windows Mobile wurde zum Beispiel ein chinesischer Trojaner „in freier Wildbahn“ entdeckt. Das „InfoJack“ benannte Schadprogramm infizierte zahlreiche Telefone.

Lesen Sie die vollständige Analyse „Aktuelle IT-Bedrohungen, 1. Quartal 2008“ auf unserem Informationsportal Viruslist.de. Eine Zusammenfassung des Berichts ist unter www.Kaspersky.com/de hinterlegt.

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