Diagnose: Wie man ohne Antivirus Software Viren auf dem Computer erkennen kann

Viren

Viele Viren arbeiten inzwischen so gut, dass sie selbst aktuelle Antivirus Software ohne Probleme austricksen können und diese die Bedrohung nicht einmal mehr bemerkt. Sie graben sich tief in das Betriebssystem ein und können nahezu jeden Vorgang manipulieren, überwachen oder aushebeln. Daher ist es sehr wichtig, dass Anwender bestimmte Anzeichen einer Virusinfektion des Computers auch ohne Antivirus Software erkennen können.

Um zu erkennen, ob der eigene Computer mit einem Virus infiziert ist, gibt es verschiedene Anhaltspunkte. Ein typisches Indiz für eine Infektion mit einem Computer-Virus ist ungewöhnliches Verhalten des Betriebssystems. Beispielsweise lädt es bei einfachen Aufgaben sehr lange oder es öffnen sich auf einmal Fenster, die gar nicht angeklickt wurden. Auch wenn neue Bilder oder Textnachrichten auf dem Bildschirm erscheinen, kann dies ein Indiz für einen Virus oder Trojaner sein. Dies ist zum Beispiel bei dem bekannten Bundespolizei-Virus der Fall. Dieser fordert den Benutzer dazu auf 100 € zu bezahlen, da dieser angeblich in illegale Aktivitäten verwickelt sei. Auch das Abspielen von Klängen oder anderen merkwürdigen Geräuschen ist in diesem Zusammenhang ein klares Zeichen für einen Virus. Diese Sorte von „Schadprogrammen“ wollen jedoch entdeckt werden, da sie den Nutzer dazu animieren wollen eine bestimmte Aktion zu tätigen.

Deutlich hinterhältiger sind alle Trojaner und Viren, die sich vor dem Benutzer verstecken und im Hintergrund ihre Aufgaben erledigen. Dies kann zum Beispiel das Verschicken von Spam-E-Mails, Angreifen anderer Computer oder Verteilen von illegalen Downloads sein. Daher ist es sehr wichtig den Computer regelmäßig zu überprüfen, damit er nicht für solche Aktivitäten missbraucht werden kann. Diese Viren machen sich häufig dadurch bemerkbar, dass der Computer spürbar langsamer wird oder bestimmte Programme einfach abstürzen. Häufig deaktivieren diese Schadprogramme Firewalls oder die Antivirus Software des Computers. Des Weiteren ist es sehr verdächtig, wenn Freunde aus dem Adressbuch sich melden und sagen, sie hätten merkwürdige Nachrichten von der eigenen E-Mail-Adresse erhalten. Diese Hinweise sollten ernst genommen werden.

Die meisten Gehäuse verfügen über ein kleines Lämpchen, das Zugriffe auf die Festplatte anzeigt. Sollte dieses ungewöhnlich oft blinken wenn sich der Computer im Leerlauf befindet, kann dies ebenfalls ein Indiz sein. Das Blinken des Festplatten-Lämpchens kann jedoch viele Gründe haben und sollte höchstens in Kombination mit anderen Gründen zu einer Diagnose verwendet werden. Besonders auffällig ist jedoch ein veränderter Browser. Sollte sich die Startseite verändert haben, ohne dass dies vom Nutzer selber eingestellt wurde, sollte der Computer auf Viren überprüft werden.

Sollten mehrerer dieser Symptome zutreffen, empfiehlt es sich den PC so schnell wie möglich vom Internet zu trennen und ihn herunterzufahren. Nur so kann garantiert werden, dass auf dem Betriebssystem installierte Viren keinen weiteren Schaden anrichten können. Es empfiehlt sich dann, den Computer nicht mehr über die eigene Festplatte zu starten, sondern nur mithilfe einer Kaspersky Notfall-CD 10. Die Notfall-CD kann kostenlos heruntergeladen werden und bietet ein Vielzahl an Möglichkeiten. Eine Anleitung zum Entfernen von Viren mit der Kaspersky Notfall-CD gibt es in den kommenden Tagen.

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