Hacker knacken Passwörter auf Bestellung

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Laut einem Bericht der Washington Post bieten Hacker auf diversen Webseiten öffentlich ihre Dienste an. Für einen Betrag zwischen 30 und 100 US-Dollar kann sich der Auftraggeber den geknackten Zugang zu einem E-Mail Account seiner Wahl erkaufen. Das Procedere ist recht einfach. Der Auftraggeber nennt ein bestimmtes E-Mail Konto, das geknackt werden soll. Als Beleg bekommt er von dem Anbieter einen Screenshot der gehackten Seite.

Der Auftraggeber zahlt und erhält anschließend den Zugang zum gewünschten Account. Die US-Behörden haben wohl Kenntnis von dieser Praxis, sehen sich aber bisher nicht in der Lage, diesem Treiben ein Ende zu setzen. Nach Auskunft eines FBI-Sprechers könnten Ermittlungen erst eingeleitet werden, wenn es eindeutige Hinweise darauf gäbe, dass die Straftat im Rechtsraum der USA ausgeübt würde. Auch bei der Bürgerrechtsorganisation "Center for Democracy and Technology" ist man sich der Problematik bewusst. Wie eine Sprecherin erklärte, kämen solche Angebote häufig aus Übersee. Bis eine Zusammenarbeit mit den Behörden dieser Länder erwirkt werden könne, verginge in der Regel sehr viel Zeit.
Bekannt geworden ist jener Fall von Passwort-Hacking auf Bestellung, als eine Frau sich so Zugang zu den Postfächern ihres verheirateten Geliebten verschaffte und anschließend ihm und dessen Familie nachstellte. Die Frau wurde später in einem Gerichtsverfahren verurteilt, aber der Anbieter jener zweifelhaften Dienstleistung soll seinen Geschäften noch immer unbehelligt nachgehen können.

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