Junk-Mails zur Aufbesserung des Taschengelds

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 Die Viren- und Spam-Szene hat sich in der ersten Jahreshälfte 2004 dramatisch verändert. Viren programmierende „Skript Kiddies“ machen gemeinsame Sache mit den Versendern von Spam und schaffen so ausgeklügelte Bedrohungsszenarien. Treibender Faktor hinter dieser Entwicklung ist finanzielles Interesse. Dies geht aus dem Intelligence E-Mail Security Report für den Zeitraum Januar bis Juni 2004 des Sicherheitsspezialisten MessageLabs    http://www.messagelabs.com hervor. „Früher genügte es den ‚Script Kiddies‘ Chaos zu verursachen und einmal im Rampenlicht der Öffentlichkeit zu stehen, mittlerweile haben sie Spam als potenzielle Einnahmequelle entdeckt“, erklärt Paul Wood, Chief Information Security Analyst bei  MessageLabs. Laut MessageLabs nutzen immer mehr junge Viren-Programmierer ihre Kenntnisse um Computer zu
   „kidnappen“ und schaffen so ein Netzwerk aus Zombie-Rechnern, die Mio. von Spam-E-Mails versenden. Für das Versenden von Spam werden so genannte Botnets verwendet, also Netzwerke kompromittierter Rechner, die über einen installierten Trojaner eingeschränkt ferngesteuert werden können. Laut Wood erhalten die „Kiddies“ von den Spammern großzügige Beträge, so
   dass das Versenden von Spam in ihren Kreisen mittlerweile als cool gilt.

„Die Grenze zwischen Viren- und Spam hat sich aufgelöst und es scheint, als wäre die treibende Kraft dahinter die Aussicht auf kommerziellen Gewinn. Alleine durch die Verbreitung von Viren lässt sich so gut wie kein Profit erzielen. Spam bietet hier ganz andere Möglichkeiten“, so  Wood. Insgesamt waren in der ersten Jahreshälfte 2004 63,5 Prozent aller von MessageLabs gescannten E-Mails mit Spam verseucht. Im vergleichbaren Zeitraum 2003 betrug der Anteil der Junk-Mails 37,9 Prozent und im Jahr 2002 sogar nur 1,5 Prozent.

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