Update von Avira Antivirus verursacht massive Probleme

Viren

Ein Update für den kostenpflichtigen Virenscanner von Avira sorgt derzeit für ein massives Problem. Nach dem Update auf die neueste Version werden unter Umständen völlig harmlosere Prozesse blockiert, was im Extremfall dazu führen kann, dass das Betriebssystem nicht mehr vollständig starten kann. Betroffene Anwender haben lediglich die Möglichkeit, den überempfindlichen Scanner „ProActiv“ zu deaktivieren. Ebenfalls von der willkürlich handelnden Verhaltensüberwachung ProActiv betroffen sind Anwendungen wie Microsoft Office, Opera sowie der Google-Updater.

Überall kann man lesen, dass eine Antiviren-Software auf jedem Computer  Pflicht ist und man diese Sicherheitssoftware ständig auf dem neuesten Stand halten sollte, um gegen potentielle Angriffe gerüstet zu sein. Was jedoch passieren kann, wenn ein Hersteller ein fehlerhaftes Update publiziert, ist mitunter nicht unbedingt weniger schädlich als ein ausgereifter Virus auf dem Computer. Das fehlerhafte Update wurde für die kostenpflichtige Version des Virenscanners von Avira veröffentlicht und betrifft lediglich die 32-Bit-Version der Software. Nutzer von 64-bit-Betriebssystemen können das Update bedenkenlos installieren und sind von der Problematik nicht betroffen. Doch was ist eigentlich genau passiert?

Ein fehlerhaftes Update sorgt dafür, dass die Verhaltensüberwachung ProActiv sehr sensibel auf ausführbare Dateien reagiert. Besonders problematisch wird es, wenn der Virenscanner verhindert, das Systemprozesse korrekt ausgeführt werden und der Virenscanner das Betriebssystem am korrekten Starten hindert. Dadurch wird es für den normalen Anwender unmöglich, das Betriebssystem selbstständig wieder zu reaktivieren. Für einen erfahrenen Anwender stellt dieser Umstand jedoch kein Problem dar, da immer noch die Möglichkeit besteht über ein alternatives Betriebssystem das Programm vorläufig zu deinstallieren. In weniger schlimmen Fällen besteht außerdem die Möglichkeit, das Betriebssystem im abgesicherten Modus zu starten und anschließend die Verhaltensüberwachung ProActiv zu deaktivieren. Anschließend sollte das Betriebssystem wieder normal starten und kann ohne Einschränkungen verwendet werden. Man darf jedoch nicht vergessen, den Schutz wieder zu aktiveren, wenn Avira das Problem behoben hat.

Verhaltensüberwachung ProActiv deaktivieren

Wer das Update installiert hat und nun bemerkt, dass beispielsweise Microsoft Office, der Google-Updater oder Opera nicht mehr korrekt starten, muss lediglich die Verhaltensüberwachung ProActiv in den Einstellungen deaktivieren. Dazu öffnet man die Software Avira und drückt die Taste F8, um in die Einstellungen zu gelangen. Hier muss nun noch der Schalter für den so genannten „Expertenmodus“ aktiviert werden, damit alle Einstellungen vom Nutzer bearbeitet werden können. In dem Menü „Echtzeit Scanner“ befindet sich der Eintrag „ProActiv„, dessen Häkchen bei „Avira ProActiv aktivieren“ entfernt werden muss. Zukünftig sollten alle Programme wieder einwandfrei starten und das Problem ist vorläufig aus der Welt geschafft. Bei Avira arbeitet man momentan jedoch mit Hochdruck eine Lösung für das Problem, damit die Überwachung wieder einwandfrei funktioniert. Nach dem nächsten Update sollte die Überwachung auf jeden Fall wieder aktiviert werden, da sie ein wesentlicher Bestandteil der Software ist und maßgeblich zum Schutz des Computers beiträgt. Nutzer der kostenlosen Version sind zum Glück nicht von dem Problem betroffen und können wie gewohnt Updates installieren und Anwendungen ausführen.

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Kommentar zu “Update von Avira Antivirus verursacht massive Probleme

  1. Anonymous

    Die Aussage , dass 64 -Bit User das Tool problemlos installieren können stimmt nicht.

    Ich habe Windows 7 64 Bit an Bord und Outlook verbindungen funktionieren nicht mehr.

    Antwort

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