Im Kampf gegen den internationalen Spam sind nun bestimmte Server von Web.de und GMX fälschlicherweise als Spamquellen identifiziert und gelistet worden.
Seit Kurzem steht die IP-Adresse 212.227.15.18, die eindeutig der 1&1 Internet AG gehört, auf der sogenannten Blacklist von spamcop.net. Diese Blacklist kann als Grundlage für E-Mail-Server genutzt werden, um den Kampf gegen Spam zu verbessern. Sendet ein Mail-Server im Internet viele Spam-Mails, so wird die den verschiedenen Listen gemeldet und nach einer Prüfung aufgenommen. Steht eine IP-Adresse auf dieser Blacklist, so wird oft die Annahme von anderen Servern verweigert.
Das Problem tauchte das erste Mal bei GMX-Nutzern auf, die diese Problematik im Support-Forum ansprachen, denn auch Facebook verweigerte die Annahme ihrer Mails. Vor einigen Tagen gab es ebenfalls Probleme mit den Mails von GMX. Betroffen war die technische Infrastruktur des Bundestages. Via Facebook veröffentlichte GMX eine erste Stellungnahme, in der es hieß, dass der „zuständige Kollege das Problem behoben habe“.
Dieser Vorfall ist für GMX nicht neu, denn im Jahr 2003 gab es einen ähnlichen Vorfall, bei dem ebenfalls eine Eintragung von 10 Tagen auf einer solchen Blacklist erfolgt ist. Seit Mittwoch dem 09.10.2013 sind die Einträge auf Spamcop zurückgesetzt und die IP-Adressen wieder als „gut“ bewertet.
Die Nutzung einer Blacklist ist für E-Mail-Anbieter nicht zwingend erforderlich, wird jedoch häufig verwendet. An diesem Vorfall erkennt man, wie schnell eine falsche Bewertung erfolgen kann und welche Auswirkungen dieser auf die Kommunikation im Internet hat. Es ist also nicht falsch, wenn verschiedene E-Mail-Accounts bei verschiedenen Anbietern genutzt werden.


2 Kommentare zu “E-Mail-Anbieter 1&1 (GMX, Web.de) auf Spam-Liste gelandet”