Microsoft baut klassische Outlook Kontaktansicht deutlich um

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Welche Funktion entfällt

Von der Änderung betroffen ist ausschließlich die große, erweiterte Kontaktansicht, die im klassischen Outlook beim Doppelklick auf eine E Mail Adresse erscheint. Die kompakte Kontaktansicht, die beim Überfahren einer Adresse mit der Maus eingeblendet wird, bleibt weiterhin erhalten. Microsoft entfernt somit nicht die gesamte Kontaktanzeige, sondern nur die umfangreichere Detaildarstellung innerhalb des klassischen Outlook Clients.

Nach der Entfernung der erweiterten Ansicht öffnet ein Doppelklick auf eine Adresse direkt den Outlook Kontakt. Dieses Verhalten entspricht früheren Versionen von Outlook, wie es bereits in den Generationen Outlook 2010 und Outlook 2013 üblich war.

Welche Informationen künftig fehlen

Mit dem Wegfall der erweiterten Kontaktansicht gehen im klassischen Outlook mehrere Detailfunktionen verloren. Anwender können dort künftig nicht mehr die lokale Uhrzeit eines Kontakts einsehen. Ebenfalls entfällt die Funktion „Works with“ innerhalb der Organisationsstruktur. Darüber hinaus verschwindet der Link zum Aktualisieren des eigenen Profilbildes, wenn Benutzer ihre eigene erweiterte Kontaktansicht öffnen.

Die Standardansicht stellt weiterhin grundlegende Informationen bereit. Dazu gehören unter anderem Kontaktinformationen sowie Schnellzugriffe für Telefonie, Instant Messaging und E Mail. Bei Outlook.com Konten ist die Anzeige dabei auf Kontaktdaten beschränkt.

Wie sich die verbleibende Kontaktansicht verhält

Die weiterhin verfügbare kompakte Kontaktansicht wird beispielsweise sichtbar, wenn ein Benutzer im Absenderfeld einer gesendeten Nachricht mit der Maus auf einen Namen zeigt. Zunächst erscheint eine kleine Karte mit Symbolen für Telefon, Chat und E Mail. Anschließend kann sich diese Ansicht nach unten erweitern und zusätzliche Kontakt- sowie Organisationsinformationen anzeigen.

Diese vereinfachte Darstellung bleibt damit die zentrale Kontaktoberfläche im klassischen Outlook. Für viele grundlegende Szenarien dürfte sie ausreichend sein, bei tiefergehenden Anforderungen reicht ihr Funktionsumfang jedoch nicht an die bisherige erweiterte Ansicht heran.

Alternative für Anwender mit erweitertem Informationsbedarf

Benutzer, die weiterhin auf die erweiterten Funktionen angewiesen sind, müssen künftig auf Outlook im Web oder auf das neue Outlook ausweichen. Microsoft verlagert damit bestimmte Profil und Organisationsfunktionen zunehmend in modernere Oberflächen. Das klassische Outlook verliert an dieser Stelle eine weitere Funktion, ohne dass jedoch die allgemeine Kontaktverwaltung vollständig eingeschränkt wird.

Für Unternehmen bedeutet dies vor allem eine Anpassung in der Benutzerführung. Anwender, die bislang die erweiterte Kontaktansicht genutzt haben, müssen sich darauf einstellen, Informationen künftig über andere Outlook Varianten oder über den regulären Outlook Kontakt abzurufen.

Vorschau auf die vereinfachte Ansicht in Word

Eine ähnliche vereinfachte Kontaktansicht lässt sich bereits in Microsoft Word nachvollziehen. Dazu kann in einem auf OneDrive gespeicherten Dokument ein Kommentar eingefügt werden. Nach einem Rechtsklick auf markierten Text und der Auswahl von „Neuer Kommentar“ lässt sich über das Avatarbild oder eine Erwähnung eines anderen Benutzers dessen Name anklicken. Anschließend können Bereiche wie Kontakt, Organisation oder Mitgliedschaft geöffnet werden. Auf diesem Weg wird sichtbar, welche Daten in der neuen vereinfachten Ansicht zur Verfügung stehen.

Bedeutung für Microsoft 365 Umgebungen

Für Microsoft 365 Administratoren ist die Änderung vor allem aus Sicht der internen Kommunikation relevant. Da kein administrativer Eingriff erforderlich ist, beschränkt sich die Aufgabe im Wesentlichen darauf, betroffene Anwender über die geänderte Funktionsweise zu informieren. Besonders in Organisationen, in denen die erweiterte Kontaktansicht regelmäßig für organisatorische Informationen genutzt wurde, kann dies Rückfragen auslösen.

Die Ankündigung unterstreicht zugleich Microsofts strategische Ausrichtung, Funktionsumfänge zunehmend aus dem klassischen Outlook herauszulösen und in das neue Outlook sowie in webbasierte Oberflächen zu verlagern. Für IT Abteilungen ist dies ein weiteres Signal, dass sich Unterschiede zwischen klassischem Outlook und modernen Microsoft 365 Clients weiter vergrößern.

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