Vermeintliches Sommer-Angebot entpuppt sich als Phishing-Falle

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Online-Betrüger nutzen neuerdings auch Vodafone als Lockvogel, um an Kreditkartendaten heranzukommen. Dabei helfen falsche E-Mails, die dem Opfer vorgaukeln, dass sie die Chance auf ein lohnendes Prepaid-Angebot haben.

In der gefälschten Mail, die angeblich vom Provider Vodafone stammen soll, ist die Rede von einem absolut lohnenswerten „Sommerangebot“, der verspricht, dass man beim Aufladen seiner Prepaid-Karte einen Bonus von 200 % erhalten würde. Hier der originale Wortlaut:

„Lieber Vodafone Kunde,
Nur bei uns, mit neuen Sommer-Angebot, erhalten Sie Bonus bis zu 200 % auf Online-Handy aufladen. Um Ihren Bonus zu erhalten, folgen Sie dem Link unten und wählen Sie Ihre Auflagebetrag.“

Darunter befindet sich dann ein Link, mit dem Titel „Klicken Sie zum Aufladen“. E-Mail ist ebenfalls mit einem offiziellen Logo des Unternehmens versehen. Auf dem ersten Blick fällt aber schon auf, dass die Rechtschreibung in dieser Mail sehr zu wünschen übrig lässt. Dies ist schon ein Zeichen, dass so eine Mail mit Vorsicht zu genießen ist. Es können wird wahrscheinlich immer Fehler auch in offiziellen E-Mails auftauchen, aber diese sind weitaus seltener. Da viele der Kriminellen, die über solche E-Mails versuchen, an persönliche Daten heranzukommen, sich im Ausland organisieren, kommt es häufig zu derartigen Fehlern im Sprachgebrauch.

Wenn man auf den Link klickt, landet man auf einem Nachbau der Seite von Vodafone, auf der man normalerweise sein Guthaben aufladen kann. Das Ziel ist, mit dem gefälschten Prepaid-Aufladedienst, Kreditkartendaten abzugreifen. Dies geschieht allerdings über eine unverschlüsselte HTTP-Seite. Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass es sich hier nicht um einen Vodafone-Dienst handeln kann. Zusätzlich zu den Kreditkartendaten wird auch das Kreditkartenpasswort erfragt. Mit diesen können die Kriminellen dann direkt auf die Kreditkarte zugreifen, und großen Schaden anrichten.

Vodafone selbst wurde bereits über diesen Phishing-Versuch informiert und die fragwürdige Internetseite ist nicht mehr online. Die Vermutung liegt aber nahe, dass die Verantwortlichen schnell auf einen anderen Webspace ausweichen könnten.

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